Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

Einrichtungen
des CJD NRW Nord

Einrichtungen

Kinderwohngruppe CJD Herten

Wir wollen in unserer Wohngruppe eine Atmosphäre schaffen, die es Kindern und Jugendlichen ermöglicht ihre Talente zu entdecken, ihre Neugier auszuleben und in einem sicheren Umfeld Stärken zu entwickeln, die sie für ihr späteres Leben nutzen können. Dabei behalten wir im Blick, wie dieses Fundament auf Herkunftsfamilien übertragen werden kann, wie das das Kind umgebende System gefördert und gestärkt werden muss um Rückführungen zu ermöglichen – oder auch gemeinsam zu entscheiden, in welchen Fällen dies nicht ermöglicht werden sollte.   

Durch die langjährige Arbeit im Bereich des Mutter-Vater-Kind – Wohnens besteht eine gute fachliche Expertise innerhalb der Mitarbeiterschaft. So gehören zum pädagogischen Team vor Ort Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen / -arbeiter*innen, Kinderschutzfachkräfte (insofern erfahren), ein*e Ergotherapeut*in, ein*e traumapädagogische Berater*in sowie ein*e Sexualpädagog*in. Zudem finden regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zu spezifischen Themen wie z.B. Deeskalation statt.

Darüber hinaus existiert eine Infrastruktur (Kooperationen mit Kinderärzten, Vereinen sowie der LWL-Klinik für Kinder und Jugendliche in Marl-Sinsen), die für das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen förderlich ist. Außerdem besteht ein Netzwerk von niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.

Die Räumlichkeiten eignen sich ebenfalls bestens für die Arbeit. Die Wohngruppe in Herten liegt am Ende einer verkehrsberuhigten Siedlung mit sehr wenig Durchgangsverkehr. Es gibt große Grünflächen, welche für diverse Spielangebote zur Verfügung stehen sowie ein Freizeithaus, welches exklusiv genutzt werden kann. Die Gruppe liegt in einem alten Zechenhaus mit gemütlichen urigen Zimmern und verschiedenen Gemeinschaftsräumen. Das Haus lässt sich so einrichten, dass eine gemeinschaftliche, familiäre Atmosphäre entstehen kann, es jedoch dennoch Raum für individuelle Angebote gibt. So entsteht ein grundsätzliches Zusammengehörigkeitsgefühl, es bietet sich aber trotzdem die Möglichkeit des Rückzugs und der Arbeit in kleinen Gruppen mit weniger Bezugspersonen.

Betreuungsintensität und Zusammensetzung des Teams

Die Betreuungsintensität in der Gruppe beträgt 1:1. Dieser hohe Betreuungsgrad wird genutzt, um tagsüber eine hohe Betreuungsdichte vorweisen zu können. Uns ist dabei wichtig, Zeit für das Kind zu haben, die Kinder bei der Erledigung der Hausaufgaben zu unterstützen, bei Bedarf Nachhilfe anzubieten und uns gemeinsam mit den Kindern auf den Weg zu machen, ein passendes Hobby zu finden oder zu entdecken. Selbstverständlich werden alle Termine begleitet. Zudem bietet die intensive Betreuung „Raum und Zeit“ für die Zusammenarbeit mit den Herkunftseltern.

Das Team ist multiprofessionell aufgestellt und besteht aus Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen. Zum Team gehört ebenfalls ein*e zur insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkraft ausgebildete*r Kolleg*in. Das Team wird durch ein*e Ergotherapeut*in unterstützt, die individuelle oder Gruppenangebote für die Kinder durchführt.

Für die Familienarbeit, Elterngespräche und Biographieerstellung kann ein*e systemische*r Familientherapeut*in (der / die jedoch nicht zum unmittelbaren Team gehört) hinzugezogen werden. 

Zielgruppe

Das Wohnangebot richtet sich an Kinder beiderlei Geschlechts ab einem Alter von 6 Jahren. Es können Kinder aufgenommen werden, die in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung beeinträchtigt sind und/oder die erhebliche Störungen im Sozialverhalten aufweisen. Es können ältere oder jüngere Kinder aufgenommen werden, wenn es sich um Geschwisterkinder handelt oder eine Abweichung vom Entwicklungsstand diagnostiziert ist. Außerdem ist es ein Angebot für Kinder, welche aufgrund diverser Umstände für einen längeren Zeitraum und/oder dauerhaft untergebracht werden können.

Zur Zielgruppe gehören Kinder:

·         aus Familiensystemen mit psychischen und sozialen Beeinträchtigungen

·         aus gescheiterten Pflegeverhältnissen und Adoptionsfamilien

·         aus anderen Betreuungsformen der Jugendhilfe

·         mit Erziehungsdefiziten und Entwicklungsretardierungen

·         mit dysfunktionalen Beziehungsmustern und Verhaltensweisen

·         mit gesundheitlichen oder psychiatrischen Auffälligkeiten

Das Wichtigste in Kürze

Zielgruppe/ Plätze
  • Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis vierzehn Jahren
  • Sechs Plätze

Zugangsvoraussetzung:

  • Bewilligung von Hilfen zur Erziehung durch das Jugendamt

Rechtsgrundlage

  • SGB VIII §§ 27 ff.

 

 

 

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